Passend zu Kekeye Design! dotdotdot – OPEN AIR KURZFILMFESTIVAL IN WIEN – ALLE INFOS

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Open Air Kurzfilmfestival
11.7.–23.8.2015
Volkskundemuseum
• Laudongasse 15-19 • 1080 Wien
Open Air Kino • jeden Donnerstag, Freitag und Samstag • 21:30 Uhr
Gastronomie • bluem im museum • täglich ab 10:00 Uhr
Schönbornpark
• 1080 Wien
Workshop Space • jeden Freitag • 17:00 Uhr
be park of it • jeden Sonntag • ab 11:00 Uhr
Freitag ist barriereFREItag!
An allen Freitagen sowie am Eröffnungsabend ist das Programm barrierefrei für Menschen
mit Hörbehinderungen: Workshops in Begleitung von Kommunikations-assistentInnen (ÖGS) •
Filme mit HoH-Untertiteln • Filmgespräche und Podiums-diskussionen mit Übersetzung in ÖGS
Tickets
• frei wählbar • ab € 0,–
Ticketverkauf für den jeweiligen Spieltag ab 19:00 Uhr (max. zwei Tickets pro Person, 360 Plätze).
Freie Platzwahl. Filmvorführungen finden bei jedem Wetter Open Air statt, Workshops und
Festivalpicknicks bei Schlechtwetter im Volkskundemuseum.
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Kurzfilmfestival 4plus
27.8.–6.9.2015
Volkskundemuseum
• Laudongasse 15-19 • 1080 Wien
Open Air Kino • jeden Donnerstag, Freitag und Samstag • 16:00/18:00 Uhr
Workshop Space • Workshops an ausgewählten Terminen
Gastronomie • bluem im museum • täglich ab 10:00 Uhr
Schönbornpark
• 1080 Wien
be park of it • jeden Sonntag • ab 11:00 Uhr
Barrierefreies Filmfestival!
Das gesamte Programm ist barrierefrei für Menschen mit Hörbehinderungen:
Workshops in Begleitung von KommunikationsassistentInnen (ÖGS) • Filme
mit HoH-Untertiteln • Filmgespräche mit Übersetzung in ÖGS
Tickets
• frei wählbar • ab € 0,–
Ticketverkauf für den jeweiligen Spieltag ab eine Stunde vor Filmbeginn (130 Plätze).
Freie Platzwahl. Bei Schlechtwetter finden die Filmvorführungen, Workshops und Festivalpicknicks
im Volkskundemuseum statt.
Alle Veranstaltungsorte sind barrierefrei zugänglich für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Online-Filmkatalog, Workshop-Anmeldung sowie Informationen über alle Veranstaltungen auf
© dotdotdot • Verein zur Kultivierung der kurzen Form • Pressemappe • 1.7.2015
dotdotdot_Pressemappe_1Juli2015-3-1
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AUF DEN PUNKT

Der Sommer 2015 bringt spannende Veränderungen für das internationale Open Air
Kurzfilmfestival im Volkskundemuseum. Am 11. Juli tritt dotdotdot die Nachfolge von
espressofilm an – als Nahversorger für Filmkunst und Filmdiskurs, als Begegnungsraum
für Menschen, die Lust haben, private und politische Komfortzonen in Frage zu stellen,
und als Podium für Filme, die Raum zum Denken, Reden und Tun lassen. Jede Menge
Gelegenheit dazu bieten die rund 40 Veranstaltungen und 200 Filme, die im Garten des
Volkskundemuseums unter freiem Himmel gezeigt und diskutiert werden.
Weil Denken, Reden und Tun auch im konkreten Sinn Raum brauchen, erobert dotdotdot
gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern den Schönbornpark dazu – als open
space für Workshops und künstlerische Interventionen. Was bei Filmfestivals oft nur in der
Nightline möglich ist, wird bei dotdotdot jeden Sonntag als Festivalpicknicks an die Sonne
geholt: be park of it!

„Ich freue mich, mit dem Kurzfilmfestival dotdotdot zu kooperieren, denn dotdotdot steht
für neue Wege: Mit dem ersten barrierefreien Filmfestival, der neuen Programmschiene für
Kinder und den vielen Film-Highlights schaffen wir ein ganz neues Kulturerlebnis in
unserer Josefstadt“, so Veronika Mickel-Göttfert, Bezirksvorsteherin der Josefstadt.

Auch wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Kulturkommission Josefstadt, der
Kulturabteilung der Stadt Wien, des Österreichischen Filminstituts und zahlreicher weiterer
PartnerInnen und SponsorInnen, die mit uns dieses partizipative Experiment mit dem
Format „Filmfestival“ wagen.

Die Homebase.
Als Festivalzentrum von dotdotdot ist das Volkskundemuseum nicht nur Kinosaal unter
freiem Himmel, sondern Café, Diskussionsraum, Ausstellungsraum und Workshopraum.
Der Ort, an dem die Fäden des Festivals zusammenlaufen, an dem sich Wege kreuzen
und Lebensgeschichten miteinander in Berührung kommen.
2010 wurde im Rahmen der Kooperation von espressofilm und Volkskundemuseum
erstmals der Durchgang zwischen Laudongasse und Schönbornpark geöffnet und der
Besuch der Ausstellungen bei freiem Eintritt ermöglicht. Seit April 2015 stehen die Türen
des Volkskundemuseums durchgehend bei freiem Eintritt offen. Die Vision vom „offenen
Museum“ lebt. Sie birgt für dotdotdot die Herausforderung und Chance, sich kritisch auf
sein Potential als „offenes Filmfestival“ hin zu durchleuchten.

Die Form.
Im Morsealphabet stehen drei kurze Signale (engl. dot) für den Buchstaben S wie in
Short oder short film festival. Am Ende eines Satzes stehen drei Punkte für das, was nicht
ausgesprochen wird, für Auslassungen und offene Fragen. Ein Kurzfilm ist so ein Film mit
drei Punkten am Ende. Kurzfilm hat das Potential, durch Auslassungen ganze Welten zu
öffnen.
Der formale Schwerpunkt von dotdotdot liegt auf kurzen bis mittellangen Filmen, die
ästhetische und inhaltliche Risiken eingehen.
dotdotdot versteht sich als Filmtransmitter und Film als Impulsgeber für Diskussion, Emanzipation und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Brennpunktthemen.

Auch hier spielen die dots eine Rolle. Im Englischen gibt es eine Redewendung:
connecting the dots. Sie steht für die kreative Strategie, Sachverhalte miteinander in
Beziehung zu setzen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Der zweite
Blick enthüllt ein überraschendes und oft komplexes Beziehungsgefüge.
dotdotdot greift dieses Prinzip auf der Leinwand auf, um Themen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Sorgfältig kuratierte Kurzfilmprogramme legen Querverbindungen und Anknüpfungspunkte für Diskurs und weiterführende Aktionen frei.

Die Utopie.
Der Weg zur Utopie „offenes Filmfestival“ – für alle Menschen, unabhängig von
individuellen Fähigkeiten, ethnischer wie sozialer Herkunft, Geschlecht oder Alter – ist
weit. Er fängt an beim frei wählbaren Eintritt ab € 0,–, geht über generationenverbindende
Workshop-Angebote, barrierefreien Zugang zu allen Veranstaltungsorten und bedingt die
Umsetzung vieler weiterer inklusiver Strategien, um das Festival für neues Publikum zu
öffnen.
Kleine Schritte bringen uns weiter. Freitag zum Beispiel ist bei dotdotdot barriereFREItag.
In Kooperation mit Partnerinnen und Partnern kann dotdotdot barrierefreie Angebote für
Menschen mit Hörbehinderungen anbieten. Das bedeutet: Alle Filme sind mit HoH-
Untertiteln ausgestattet, alle Moderationen und Gespräche werden in ÖGS übersetzt und
bei allen Workshops stehen Kommunikationsassistentinnen und -assistenten zur Seite.
Die letzten beiden Ferienwochen gehören den jüngsten Besucherinnen und Besuchern:
Mit Programm von und für Menschen ab 4, ab 7 und ab 10 Jahren – das übrigens
durchgehend barrierefrei ist – geht dotdotdot in die Verlängerung. Denn was der Kurzfilm
für die Großen tun kann, das kann er genauso für die Kleinen. Abgesehen davon sind
Kinder nicht nur ausgesprochen kritisches Publikum, sondern selbst radikale
Filmemacherinnen und Filmemacher, die jede Menge Tatendrang an den Tag und viel
Herz und Humor in ihre Filme legen.

Die Neugier.
dotdotdot ist netzaffin, crossmedial und interdisziplinär neugierig. Neugierig auf die
Wechselbeziehungen zwischen Kurzfilm und anderen Kunstgattungen, die Kurzformen
hervorbringen. Und neugierig auf die Projekte des Volkskundemuseums.
In seiner ersten Saison widmet sich dotdotdot der spielerischen Erforschung der
Schnittstellen von lyrischen und filmischen Kurzformaten. Im Gedicht steckt das Wort
„dicht“. Und in seiner Dichte wiederum entfaltet sich die besondere Kraft des Kurzfilms.
Beides – die Dichtung und die Dichte – spielen im Poesie- oder Textfilm zusammen, der
Klangwelten der Wortkunst mit der visuellen Kraft des Kinos verbindet.
Gemeinsam mit ProtagonistInnen der lokalen Szene entwirft dotdotdot unter dem Titel
beyond words einen Experimentierraum für poetische Streifzüge auf der Leinwand und
durch die Stadt. Wir werden uns durch eine Vielfalt zeitgenössischer Kurz- und
Kürzestformate probieren – Widerstandsdichtung, Twitter Poetry, Video Haikus –, neue
Hybriden kreieren und uns dabei im konkreten wie im übertragenen Sinn den öffentlichen
Raum erdichten und verdichten. Wenn schließlich die Exponate der Sonderausstellung
des Volkskundemuseums Denk an mich! Stammbücher und Poesiealben aus zwei
Jahrhunderten für die Kinoleinwand adaptiert werden, wird auch dem „Schlager“ der
Kurzlyrik Rechnung getragen.

Die Komfortzone.
Barrierefreiheit ist ein spannendes Thema für dotdotdot. Es drängt sich auf, diese
Auseinandersetzung auch auf eine inhaltliche Ebene zu heben. Die engste Barriere, die
uns unmittelbar berührt und oft handlungsunfähig macht, ist die eigene Komfortzone. Aber
wie schwer oder wie leicht ist es wirklich, sie zu verlassen?
Ausgehend von der Komfortzone Filmfestival durchmisst der Programmschwerpunkt
no/more comfort private und politische Komfortzonen auf der Suche nach kreativen
Strategien. Zu den nächtlichen Gesprächsrunden mit den FilmemacherInnen stoßen
Menschen dazu, die in Wien Zeichen und Aktionen setzen. Es gibt Redebedarf. Die
Komfortzone Wohnraum wird ebenso in Frage gestellt wie virtuelle Kommunikationszonen
und das Gefühl vermeintlicher Sicherheit, das Bürokratie und Regulierungsmaßnahmen
vermitteln. Welches Risiko und welche Chancen bergen Grenzüberschreitungen? Wo
fängt soziale Verantwortung an? Wie geht Zivilcourage?
Unter dem CODEWORT KOZO öffnet sich bei no/more comfort bereits um 20:00 Uhr die
hauseigene Komfortzone für die FestivalbesucherInnen. Die interaktive Installation der
Literaturwissenschaftlerin Julia Grillmayr lädt ein zur Pflege von Bedürfnissen und
Befindlichkeiten. Die KOZO kennt deine Wünsche, bevor du sie kennst. Sie hat keine
Augen, aber sie sieht alles. Du kennst sie nicht, aber sie weiß alles über dich. Wenn sich
dann nachhaltige Beunruhigung einstellt, ist das durchaus beabsichtigt.

FESTIVALLEITUNG
Nach dem Studium in den Klassen für Drehbuch und Kamera an der Universität für Musik
und darstellende Kunst Wien war Lisa Neumann neben ihrer Tätigkeit als Autorin,
Dramaturgin und Filmvermittlerin in unterschiedlichen Kontexten für Filmfestivals in ihrer
Heimatstadt tätig, bevor sie 2006 unter dem Label espressofilm in Kooperation mit der
Filmgalerie 8½ den ersten Kurzfilm- DVD-Verleih in Wien gründete. Von 2008 bis 2014
leitete sie das Kurzfilmfestival espressofilm – die Festival-Edition des Kurzfilm-Verleihs –
gemeinsam mit Doris Bauer. 2012 trat espressofilm als Initiator und Gründungsmitglied
des Forums österreichischer Filmfestival in Erscheinung.
Ihre Expertise im Bereich Kurzfilm bringt Lisa Neumann gerne in ihre Tätigkeit als Jurorin
zahlreicher Filmfestivals ein (u.a. Internationales Filmfestival der Filmakademie Wien, One
Day Animation Festival/Wien, Ljubljana International Film Festival/Slowenien, TLVFest/
Israel). 2013 übernahm Lisa Neumann interimistisch die Leitung der video&filmtage von
Gabriele Mathes. Die vorhergehende mehrjährige Tätigkeit für das von wienXtra
produzierte Kurzfilmfestival für FilmemacherInnen bis 22 Jahre inspirierte die
Zusammenarbeit mit jungen Filmschaffenden bei dotdotdot.

PROGRAMM dotdotdot Open Air Kurzfilmfestival

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